Original-Kupferstich: DN. Sophia Catharina Ducissa Slev: Holsat: Storm: Dithm: Comitissain Oldenb: et Delmenh: Dom: In Iheuer et Knihaus etc. – [=DN. Sophia Catharina Herzogin von Slev: Holsat: Storm: Dithm: Gräfin von Oldenburg und Delmenh: Dom: In Iheuer und Knihaus usw.].
Johann Just (Herausgeber) Winckelmann
Verlag: Eigenverlag
Erscheinungsjahr: [um 1671]
Ort: Oldenburg
Bilder: 1 Original-Kupferstichbuchseite
Auflage:
Einband: 1 Blatt hinter Glas gerahmt (Rahmen: ca. 63,5×27,5 cm)
Zustand: Rahmen mit minimalen kleinen Schrammen, untere Rahmenleiste mit kleinen Lücken: muss gegebenenfalls repariert werden. Blatt altersbedingt leicht gebräunt und von der Mitte oben, rechtsseitig umlaufend mit feinem Riss, sonst gut erhalten.
Seiten: 1 Blatt
Format: 28,2×18,5 cm
Artikelnummer: GF 940004
ASIN/ISBN:
Inhalt: Originaler Kupferstich des 18 Jahrhunderts unter Herausgeberschaft von Johann Just Winckelmann zeigt die Herzogin Sophia Catharina in detailreicher Darstellung. Bedeutendes Zeugnis adeliger Porträtkunst mit Bezug zu Schleswig Holstein Stormarn Dithmarschen Oldenburg und Delmenhorst. Ideal für Sammler historischer Adelsdarstellungen und kunsthistorisch Interessierte.
Artikelbeschreibung: AUS: Johann Just Winckelmann: Oldenburgische Friedens- und der benachbarten Oerter Kriegs-Handlungen : Darinn Des … Anthon Günthers/ Grafens zu Oldenburg und Delmenhorst/ … Uralte hohe Ankunft/… Druck: Hans Erich Zimmer, Oldenburg, 1671, 504/505 Seite.
BESCHREIBUNG: Bildnis von Sophie Katharina (1617-1696), Gräfin von Oldenburg, geborene Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg.
Seit 1635 verheiratet mit Anton Günther (1583-1667), Graf von Oldenburg u. Delmenhorst, die Ehe blieb kinderlos.
Der Stich ist der rechte Teil eines typischen Ehepaar-Bildnis und folgt in seiner Gestaltung dessen Kanon: Die beiden Porträts sind spiegelbildlich aufgebaut, so zeigt das linke Porträt Anton Günther und das rechte Sophia Katharina. Die beiden Stiche sind nicht nur durch die Ausrichtung aufeinander bezogen: Die Eheleute auf den beiden Teilen sind einander zugewandt, außerdem gibt es die typischen, verbindende Elemente: beide sind vor einer Vorhang-Draperie zu sehen. Genau wie ihr Mann, stützt sich Sophia Katharina auf ein Pult mit ihren Initialen (S. C.) und einem darunter befindlichen Emblem mit ihrem Leitspruch „Christus Spes Mea (Christus ist meine Hoffnung).
Darüber hinaus befinden sich auf dem Stich allegorische Symbole, wie etwa der Blumenstrauß auf dem Pult als Zeichen der Vanitas (Vergänglichkeit bzw. Sterblichkeit) und das kleine Hündchen zu ihren Füßen als Zeichen ehelicher Treue. Im Gegensatz zum Bild ihres Mannes ist das Buch auf ihrem Pult geöffnet, während das ihres Mannes geschlossen ist und auf diesem eine Uhr steht. Sehr wahrscheinlich verweist das geschlossene Buch [des Lebens] darauf, dass Anton Günther bereits 1667 verstorben war, während Sophia Katharina ihren Ehemann um knapp 30 Jahre überlebte. Dazu passt die Rosenblüte (Symbol der Liebe) welche Sophia Katharina kopfüber über dem Buch hält.



